22.12.05

9. Machtlosigkeit

Da ich mittlerweile ziemlich weit mit der Planung des bereits in zwei Wochen beginnenden Assistenzbudget-Projekts fortgeschritten bin und ich nun definitiv wissen wollte wie viel Cash mir für die Finanzierung der Assistenz zur Verfügung stehen würde, liess ich meine Assistentin die IV St.Gallen anrufen und sie fragen, ob meine Selbstdeklaration anerkannt wäre und wie viel mir jetzt zur Verfügung stünde. Darauf gab mir jene Person eine völlig neue und erstaunliche Antwort, sie meinte nämlich: „Wir haben erst im Verlauf dieser Woche die Sitzung in der entschieden wird, ob ihre Selbstdeklaration bewilligt wird und ob sie überhaupt am Projekt teilnehmen können.“ Eine für mich ernüchternde und völlig unhaltbare Antwort. Die ersten Verträge mit den Assistenten habe ich nämlich bereits unterschrieben… Und wie soll man so kurzfristig (etwa eine Woche, vom Moment an da es entschieden wird, bis Anfang Januar) die Assistenz organisieren? Völlig unmöglich! Es ist dasselbe elende und beinahe schon verlernte Gefühl der Ohnmacht, das Behinderte beinahe täglich im Umgang mit der IV erleben.

4 Kommentare:

Anonymous anna sagte...

Deine Schilderung berührt mich sehr. Ich kenne dieses Gefühl der Ohnmacht auch, wenn man abhängig ist von Entscheidungen anonymer Leute, die irgendwo in einem weit entfernten Büro sitzen…

22/12/05 15:10  
Blogger Gisep sagte...

Liebe Anna,
ich danke dir für die Bestätigung.

mit freundlichem Gruss

Gisep

23/12/05 17:01  
Anonymous Anonym sagte...

Lieber Gisep
Ich habe gehört, dass letzte Woche die ersten "Vorbescheide" eingetroffen sind.
Du schreibst ja am 13.11., dass Du von "St. Gallen" eine Zusage erhalten hättest. Wenn Du anschliessend den ausgefüllten Fragebogen eingesandt hast, sollte einer Teilnahme wirklich nichts mehr im Wege stehen.
Mit freundlichen Grüssen
Joe

25/12/05 17:17  
Blogger Gisep sagte...

Lieber Joe

Herzlichen Dank für die Information. Ich hoffe, du hast Recht.

Liebe Grüsse
Gisep

26/12/05 12:26  

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